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Winterdepressionen, Schlafstörungen und PMS

In den Tropen steht der Rohstoff Licht ganzjährig in ausreichender Dauer und Intensität gratis zur Verfügung. In unseren Breiten ist dies leider nicht der Fall. Denn zum einen haben wir einen relativ langen und dunklen Herbst und Winter. Zum anderen ist unsere Lebens- und Arbeitsumwelt meist nur mit Beleuchtungsstärken von ca. 500 Lux ausgestattet.

Viele Menschen reagieren auf diese relative Dunkelheit sehr sensibel. Denn im Winter kann auch das natürliche Tageslicht den Lichtmangel in unserer Umwelt oft nicht ausgleichen. Man steht bei künstlichem Licht auf, geht in der Dämmerung zur Arbeit, verbringt hier den Tag bei etwa 500 Lux, geht bei Dämmerlicht nach Hause und sitzt oft abends im dunklen Fernsehzimmer.

Deshalb leiden Millionen von Menschen in der dunklen Jahreszeit an regelmäßig wiederkehrenden Krankheiten und Befindensstörungen. Und viele von uns fühlen sich am schlechtesten, wenn die Tage am kürzesten sind, wie die folgende Grafik zeigt.

 Die Gründe dafür sind jetzt erkannt. Licht ist beim Menschen einer der stärksten äußeren Reize für die Ausschüttung bestimmter Hormone und Botenstoffe im Gehirn. Diese Substanzen beeinflussen unsere Aktivitäten, Gefühle und unser Wohlbefinden.

Die komplexen Abläufe funktionieren, wenn Licht in ausreichender Beleuchtungsstärke (ab ca. 2.500 Lux)täglich für 0,5 - 2 Stunden vorhanden ist. Normale Raumbeleuchtung mit ca. 500 Lux reicht nicht aus.

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